Darmkrebsvorsorge in COVID-19-Zeiten

Die Bereitschaft zur Krebsvorsorge hat seit dem Ausbruch von COVID-19 in Deutschland gelitten. Prof. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke, ruft dazu auf, der Panik mit Aufklärung zu begegnen, sodass wieder mehr Menschen die Chancen der Früherkennung nutzen. [gesamten Artikel lesen]

Quelle: Stiftung Lebensblicke / Prof. Riemann

Krebsvorsorge – Fortschritt auf leisen Sohlen

Die Mühlen der Politik mahlen bekanntlich langsam. Und die Umsetzung von politischen Entscheidungen lässt bedauerlicherweise ebenfalls oft lange auf sich warten. Das gilt auch für das Krebsfrüherkennungsregistergesetz (KFRG), das unter anderem das Einladungsverfahren für die Darmkrebs-Vorsorge gebracht hat. “Es ist ein Schritt in die richtige Richtung”, sagt Dr. Albert Beyer vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte. “Ein Schritt, den man nicht kleinreden, sondern befeuern sollte.”

Das im Rahmen des Nationalen Krebsplans entwickelte Gesetz führt neben dem persönlichen Einladungsverfahren auch die Berücksichtigung von Unterschieden in der Darmkrebs-Häufigkeit bei Männern und Frauen ein. Männer können die Darmspiegelung jetzt bereits mit 50 Jahren in Anspruch nehmen. “Wir Magen-Darm-Ärzte sehen die zwar noch zögerliche, aber deutlich erkennbare Erhöhung der Inanspruchnahme als ersten Erfolg der jahrelangen Bemühungen, die Darmkrebs-Vorsorge voranzubringen”, betont Dr. Beyer.

Gleichzeitig weist er allerdings nachdrücklich darauf hin, dass weitere Schritte zur Verbesserung nötig sind. Das betrifft zum einen die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben. „Wünschenswert wäre eine prägnantere Information der Bürger im Zusammenhang mit der Einladung zum Screening, um die informierte Entscheidung für den Vorsorge-Termin beim Magen-Darm-Arzt zu erleichtern“, so Dr. Beyer.

Notwendig wäre darüber hinaus eine gesetzliche Präzisierung, die eine gezieltere Ansprache von Risikogruppen einbezieht. Die niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte setzen sich seit langem dafür ein, Angehörige von Darmkrebs-Betroffenen bezüglich ihres erhöhten Erkrankungsrisikos aufzuklären. Der Berufsverband hat unter Federführung von Priv.-Doz. Dr. Christoph Schmidt ein detailliertes Projekt zu diesem Thema vorgelegt und hofft auf Unterstützung bei dessen Implementierung.

Inakzeptabel ist das Durcheinander bei der Frage, ob eine Darmspiegelung nach positivem immunologischen Stuhltest Vorsorge ist oder nicht. “Der Stuhltest ist nur ein Indikator, erst die Abklärung durch eine Koloskopie bringt die Sicherheit, dass kein Darmkrebs vorliegt bzw. entstehen kann. Früherkennung ohne Abklärung verdächtiger Befunde ist keine Früherkennung!”, macht Dr. Beyer unmissverständlich klar.

Darmkrebsmonat März 2019

Ein Anruf genügtLogo Magen-Darm-Ärzte

“Immer noch sterben viel zu viele Menschen an Darmkrebs, obwohl die Krankheit bei ausreichender Vorsorge vermeidbar bzw. bei rechtzeitiger Diagnose heilbar ist”, sagt die Sprecherin des Berufsverbandes der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, Dr. Dagmar Mainz, anlässlich des diesjährigen Darmkrebsmonats.

Vorsorge rettet Leben und ist ganz einfach. Der Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte (bng) und die Stiftung LebensBlicke haben unter www.darmvorsorge-jetzt.de ein Internetportal eingerichtet, über das jeder anspruchsberechtigte Versicherte direkt in Wohnortnähe einen Facharzt finden kann, der eine Darmspiegelung anbietet. Die endoskopische Untersuchung ist die beste Methode, weil die Darmschleimhaut damit nicht nur inspiziert, sondern auch gleich von potentiellen Krebsvorstufen befreit werden kann.

Mit der “Aktion Vorsorgetermin – Ein Anruf genügt” wollen die Magen-Ärzte und die Experten der Stiftung LebensBlicke dazu beitragen, die Entscheidung für die Darmkrebs-Vorsorge zu erleichtern. Denn bedauerlicherweise gibt es nach wie vor viele Menschen, die das Angebot der gesetzlichen Krankenversicherung nicht in Anspruch nehmen und dann an Darmkrebs erkranken.

Die Stiftung LebensBlicke setzt sich seit 1998 für eine umfassende und seriöse Information über die Möglichkeiten der Darmkrebsvorsorge und der Darmkrebsfrüherkennung ebenso ein wie für die Motivation zur Teilnahme an den derzeit angebotenen Vorsorgemaßnahmen. Die Untersuchung bei den niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte genügt höchsten Qualitätsanforderungen und wird mit hohen Sicherheitsstandards durchgeführt.

Vortrag: 15 Jahre Darmkrebsvorsorge

Donnerstag, den 8. März 2018
19.00 – 20.30 Uhr
VHS Herne, Willi-Pohlmann-Platz 1, Raum 64

Was beinhaltet die Vorsorge? Was wurde bisher erreicht?

Referent:Dr. Dietrich Hüppe
Dr. med. Dietrich Hüppe
Internist und Gastroenterologe – Herne

Seit dem 1.10.2002 besteht die aktuelle Vorsorgeempfehlung der Krankenkassen darin, entweder einen Stuhltest oder eine Darmspiegelung ab dem 55. Lebensjahr durchführen zu lassen. Ist diese Empfehlung  nützlich? Nach 15 Jahren liegen nun Ergebnisse über die Effektivität vor. Diese werden präsentiert. Aber es gibt noch mehr spannende Fragen:

  • Was kann ich selbst zur Vorbeugung gegen Darmkrebs tun?
  • Habe ich ein besonderes, familiäres Darmkrebsrisiko?
  • Was kann ich von einem Stuhltest erwarten?
  • Was kann ich von einer Darmspiegelung erwarten?
  • Ist eine Darmspiegelung belastend?
  • Wie steht es mit der Hygiene der Geräte?

All diese Fragen werden ausführlich diskutiert und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen gegeben.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Vorsorge-Koloskopie: Immer mehr Menschen gehen hin

“Die Vorsorgekoloskopie ist ein Erfolgsmodell. Das zeigen die Zahlen, die der Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte seit 2006 jedes Jahr auf Grundlage der Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) analysiert”, berichtet der Verbandsvorsitzende Dr. Albert Beyer unter Verweis auf das seit fünfzehn Jahren bestehende Angebot des Darmkrebs-Screenings.

Im Jahr 2016 wurden 1,78 Mio. Koloskopien ambulant durchgeführt und damit gut 200.000 mehr als noch von zehn Jahren. “Die intensive Aufklärung der Bevölkerung und immer weiter verbesserte, patientenfreundliche Techniken der Untersuchung haben offensichtlich dazu beigetragen, Scheu und Bedenken der Menschen abzubauen”, resümiert Dr. Beyer. “Trotzdem dürfen wir in dem Bemühen nicht lockerlassen, die Bevölkerung zu motivieren und immer wieder darauf hinzuweisen, dass es sich dabei um eine effektive Maßnahme handelt, mit der sich jeder vor der zweithäufigsten Krebstodesursache in Deutschland schützen kann.”

Besonders erfreulich ist die seit 2013 wieder wachsende Bereitschaft zur Vorsorgekoloskopie, die auch in 2016 um drei Prozent zugelegt hat. Neben zahlreichen Kampagnen zur Motivation ist dieser Effekt insbesondere auf die umfassende Qualitätssicherung und -dokumentation der Untersuchung im ambulanten Bereich zurückzuführen. “Die Bevölkerung weiß inzwischen, dass die Vorsorgekoloskopie in der Hand des niedergelassenen Magen-Darm-Arztes eine sichere, komplikationsarme und effektive Maßnahme zur Früherkennung ist”, so Dr. Beyer.

Die Information besonderer Risikogruppen mit familiärem Darmkrebsrisiko haben die niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte aktuell durch ihre “Initiative familiärer Darmkrebs” deutlich intensiviert. Insbesondere für Patienten mit familiärem Darmkrebsrisiko ist es wichtig, eine Vorsorgekoloskopie zehn Jahre vor dem Erkrankungsalter des betroffenen Angehörigen – und damit oftmals bereits vor dem gesetzlich vorgeschlagenen Alter von 55 Jahren – durchführen zu lassen. Die insgesamt gestiegenen Zahlen der Koloskopie lassen erfreulicherweise vermuten, dass dieses Angebot bereits jetzt vermehrt wahrgenommen wird.

Sport schützt und belebt – Aktiv gegen und mit Darmkrebs

Logo Magen-Darm-Ärzte“Regelmäßige körperliche Aktivität schützt nicht nur das Herz-Kreislauf-System, sondern reduziert nachgewiesenermaßen auch das Risiko an Darmkrebs zu erkranken”, sagt die Sprecherin der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, Dr. Dagmar Mainz. “Was viele nicht wissen: Bewegung kommt den Patienten auch zugute, wenn sie an Darmkrebs erkrankt sind.”

Die Überlebenschancen von körperlich aktiven Darmkrebspatienten sind im Vergleich zu inaktiven Patienten rund 40 Prozent höher. Sie leiden weniger unter Erschöpfungssymptomen, fühlen sich leistungsfähiger und kommen auch psychisch mit ihrer Erkrankung besser zurecht. Ein Positionspapier der Stiftung LebensBlicke empfiehlt Krebspatienten pro Woche 150 Minuten moderates oder 75 Minuten intensives Ausdauertraining. Selbst Krafttraining ist möglich.

“Natürlich muss ein Bewegungsprogramm an die individuelle Situation des Patienten angepasst werden”, erläutert Dr. Mainz. “Das hängt zum einen mit dem Gesundheitszustand zusammen, zum anderen sicher auch mit dem Alter des Betroffenen. Außerdem können besondere Umstände, z. B. nach einer Operation, sportlichen Aktivitäten Grenzen setzen. Dennoch sollte jeder Darmkrebspatient im Rahmen seiner Möglichkeiten in Bewegung bleiben. Er wird davon profitieren.”

Warum Mobilität vor Darmkrebs schützt, den Krankheitsverlauf abmildert und die Überlebenschancen verbessert, ist nicht endgültig geklärt. Die Mediziner haben Hinweise, dass die aktive Betätigung Entzündungsreaktionen im Körper abschwächt und dabei insbesondere Faktoren zur Neubildung von Blutgefäßen günstig beeinflusst. “Hier gibt es sicherlich noch Klärungsbedarf”, sagt Dr. Mainz. “Aber schon jetzt kann kein Zweifel bestehen, dass die organisatorische und finanzielle Unterstützung von sportlichen Aktivitäten bei Darmkrebspatienten eine erfolgversprechende Maßnahme darstellt.”

Darmkrebskranke sollten Verwandte warnen

Logo Magen-Darm-ÄrzteMagen-Darm-Ärzte präsentieren Initiative bei der Vergabe der Burda Awards in Berlin

“Verwandte von Darmkrebspatienten haben ein hohes Risiko ebenfalls zu erkranken. Deshalb haben die niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte eine Aufklärungsstrategie entwickelt, die sie im Rahmen der Vergabe der Burda Awards in Berlin vorgestellt haben. “Es ist uns gelungen, wichtige Entscheidungsträger und prominente Besucher für das Thema zu sensibilisieren”, sagt die Sprecherin des Berufsverbandes, Dr. Dagmar Mainz.

Die Stellwand mit den Hinweisen auf die Initiative “Familiärer Darmkrebs” präsentierte das Anliegen der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte für jeden gut sichtbar im Foyer des Hotels Adlon Kempinski in Berlin, wo am Sonntag die Verleihung der Felix Burda Awards stattfand. Vertreter des Berufsverbandes standen den ankommenden Gästen Rede und Antwort und konnten in vielen Gesprächen auf die Bedeutung einer angemessenen Beratung von Betroffenen und ihren Angehörigen hinweisen.

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Immunologischer Test – Gute Ergänzung zur Darmkrebsvorsorge

Logo Magen-Darm-ÄrzteNach einem schleppenden Einführungsverfahren ist der immunologische Test auf verstecktes Blut im Stuhl seit 1.4.2017 endlich für Patienten ab 50 Jahren als Kassenleistung abrechenbar. “Das Verfahren ist eine Ergänzung für die Darmkrebs-Vorsorge, um Hemmschwellen in der Bevölkerung abzubauen”, sagt Dr. Franz Josef Heil vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte.

Der Berufsverband bleibt allerdings bei seiner Kritik an der Tatsache, dass sich die zuständigen Entscheidungsträger ausschließlich für den laborbasierten quantitativen Stuhltest entschieden haben. Der Arzt gibt den Test zwar an den Patienten ab und erklärt die Durchführung. Die Auswertung des Ergebnisses erfolgt dann im Labor. Bei positivem Testergebnis kann deshalb die unbedingt notwendige Beratung und Überweisung zur Darmspiegelung nicht mehr sofort erfolgen, sondern sie wird unnötig verzögert oder erfolgt nur noch schriftlich per Brief.

“Der Stuhltest eignet sich für Menschen, die schon vor dem Anspruchsalter von 55 Jahren für eine Darmspiegelung Vorsorge betreiben möchten. Das ist insofern sinnvoll, weil in der medizinischen Fachwelt schon lange darüber diskutiert wird, das Screening-Alter herabzusetzen”, erläutert der Vorsitzende des Berufsverbandes. “Der Test ist natürlich nicht so genau und nicht so gut wie die Darmspiegelung. Er ist aber ein niedrigschwelliges Angebot an Menschen, die zwar Vorsorge wünschen, aber eine Darmspiegelung scheuen. Nach einem positiven Testergebnis steht allerdings immer eine Darmspiegelung an, in deren Rahmen dann auch gleich alle Polypen und möglichen Darmkrebsvorstufen entfernt werden.”

“Wir bedauern, dass die Krankenkassen die zentrale Auswertung der Darmkrebsvorsorge nicht mehr finanzieren wollen, so dass die rechtlich vorgeschriebene Evaluierung des neuen Tests vermutlich nicht erfolgen wird”, bemängelt Dr. Heil. “Im Sinne der Qualitätssicherung ist das in unseren Augen unabdingbar.”

Initiative Familiärer Darmkrebs

Logo Magen-Darm-Ärzte„Viele Menschen wissen nicht, dass Darmkrebsfälle in der engsten Familie das Erkrankungsrisiko für nahe Angehörige deutlich erhöhen“, sagt die Sprecherin der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, Dr. Dagmar Mainz. „Dabei kann es gerade für Menschen aus dieser Risikogruppe lebenswichtig sein, die Möglichkeiten der gesetzlichen Darmkrebs-Vorsorge voll auszuschöpfen.“

Im Rahmen ihrer Initiative Familiärer Darmkrebs stellen die niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte Informationen auf dem Patientenportal www.magen-darm-aerzte.de zur Verfügung. Hier finden Interessenten darüber hinaus Flyer sowohl für betroffene Darmkrebspatienten als auch für deren Angehörige. „Wir werden die Patienten in unseren Praxen verstärkt auf das familiäre Risiko bei Darmkrebs hinweisen und appellieren dabei auch an deren Verantwortung gegenüber ihren Eltern, Geschwistern und Kindern. Sie müssen die Information über das nicht zu unterschätzende Risiko weitertragen“, so Dr. Mainz.

Darmkrebs gilt im Allgemeinen eher als eine Erkrankung des Alters. Die Erstdiagnose wird im Durchschnitt mit 65 Jahren gestellt. Wenn jedoch aufgrund der Familiengeschichte ein erhöhtes Darmkrebsrisiko besteht, kann der Tumor auch schon sehr viel früher auftreten. Entsprechend empfehlen Magen-Darm-Ärzte im Einklang mit den wiederholten Hinweisen des Netzwerks gegen Darmkrebs wie der Felix-Burda-Stiftung Patienten mit Darmkrebs, Verwandte auf ihr erhöhtes Risiko hinzuweisen.

“Die erste Vorsorge-Darmspiegelung bei Menschen mit Darmkrebs in der Familie sollte zehn Jahre vor dem Erkrankungsbeginn des Angehörigen, spätestens aber im Alter von 40 bis 45 Jahren, erfolgen. D. h. wenn die Mutter mit 51 Jahren an Darmkrebs erkrankt ist, sollte die erste Darmspiegelung bei den Kindern mit 41 Jahren erfolgen”, erklärt Dr. Mainz. “Das ist eine sehr effektive und zuverlässige Methode, mit der Darmkrebs weitgehend ausgeschlossen, potenzielle Vorstufen vorsorglich entfernt oder ein vielleicht doch schon vorliegender Tumor rechtzeitig erkannt werden können.”

Darmkrebsmonat März – 15 Jahre Erfolgs-Screening

2017 jährt sich das gesetzliche Screening-Programm zur Darmkrebs-Vorsorge zum 15. Mal. Damals gelang es Logo Magen-Darm-Ärzte Vorsorgeder Felix Burda Stiftung und den medizinischen Fachgesellschaften, die Politik und die gesetzlichen Krankenkassen davon zu überzeugen, dass die Darmkrebsvorsorge intensiviert werden sollte. Am 1.10.2012 wurde die Vorsorge-Koloskopie in den Leistungskatalog der GKV aufgenommen.

„Statistische Erhebungen belegen den Erfolg des Programms“, erläutert die Sprecherin der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, Dr. Dagmar Mainz. „Die Zahl der Darmkrebserkrankungen geht zurück und die Sterblichkeit nimmt ab. Mit der Vorsorge-Koloskopie haben wir Ärzte erstmals ein Mittel in die Hand bekommen, um Krebs effektiv zu verhindern.“

Es gibt Risikogruppen, die besonders gefährdet sind, an Darmkrebs zu erkranken. Anlässlich des Darmkrebsmonats wollen die niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte im Rahmen einer Aufklärungsoffensive die Aufmerksamkeit vor allem auf den familiären Darmkrebs lenken. „Bei Angehörigen von Darmkrebserkrankten steigt das Risiko, ebenfalls zu erkranken, im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung auf das Zwei- bis Vierfache“, erklärt Dr. Mainz. „Gerade für diese Menschen ist eine vorsorgliche Darmspiegelung dringend zu empfehlen.“

Weitere Informationen zum Thema Darmkrebs sind auf dem Patientenportal der Magen-Darm-Ärzte unter www.magen-darm-aerzte.de hinterlegt. Dort finden alle diejenigen, die das Vorsorge-Angebot der gesetzlichen Krankenkassen in Anspruch nehmen möchten auch einen qualifizierten Facharzt in Wohnortnähe.